martes, 5 de abril de 2016

COBODY - UNDER COVER (feat. Ditzner) 2016


CD | BLISSTONE 09 | COBODY | UNDER COVER | 2016

COBODY | UNDER COVER (ger)

Kenn ich schon, war ich schon, weiß ich schon!“ Nichts Neues mehr unter der Sonne. Diese immer leicht ennuyierte Grundhaltung der pophistorisch weit gereisten Mover und Shaker verfängt im Falle von COBODY gleich schon mal gar nicht. Stattdessen: irritiertes Hochziehen der Augenbrauen. Moment mal! Ist das nicht? Richtig! Aber auch wieder nicht, denn SO haben wir das noch nicht gehört. Schubladen funktionieren hier ohnehin nicht. Klemmen. „Belmondo“ – dieser unbekümmert swingende Ausflug in die abenteuerlichen Welten eines französischen Films der mittleren Sixties, dessen Anfang hundsgemein und doch sehr schön eine falsche Fährte legt, bis die Gitarre ... Ist es Pop? Ist es Jazz? Wenn es Jazz ist, dann vielleicht Space-Jazz, geerdet mit lauter Erinnerungen an eine grundsolide Pop-Sozialisation. Hey, hey, The Beatles! Doch eher sollte man wohl Free Funk zu COBODY sagen, wobei „Free“ hier nicht das „Free“ von Free Jazz meint, sondern eher das „Free“ im Sinne von „frei und ungebunden“ und das „Funk“ im Sinne von voll „funktionstüchtig“. Da kann dann schon mal der immergrüne Soul Jazz-Polit-Klassiker „Tryin' to make it real compared to what“ um die Ecke biegen, an die Allman Brothers oder Steppenwolf erinnert oder eben – mutig, aber souverän eigensinnig - den Beatles gehuldigt werden. Aber Obacht! COBODY sind eben keine Coverband. Nicht nur, weil sich allerlei Eigenkompositionen ins Programm geschlichen haben, die ihrerseits nach Cover-Versionen vielleicht nur vergessener Songs schmecken. Sondern auch, weil die »echten« Cover-Versionen immer auch COBODY sind. Mal mehr, mal weniger. Wenn COBODY sich eines fremden Songs annimmt, dann wird der erst mal richtig durchgekaut, dann runtergeschluckt und was am Ende dabei hinten herauskommt, das riecht und schmeckt nach COBODY, also frisch, groovy, ganz und gar eigen und JETZT! Was Leckeres für Kenner. Ach was, für alle Anderen auch!

more info @ www.cobody.de


Kosho: guitar, lead vocals
Bartmes: hammond organ, vocals
Ditzner: drums, percussion

01. I Want You (feat. Kosho & Bartmes) [Rerecorded Version]
02. Kasatschok (feat. Kosho & Bartmes)
03. Born to Be Wild (feat. Kosho & Bartmes) [Rerecorded Version]
04. Belmondo (feat. Ditzner & Kosho)
05. Whipping Post (feat. Ditzner & Kosho) [Rerecorded Version]
06. One Two Free (feat. Kosho & Bartmes)
07. Norwegian Wood (feat. Kosho) [Rerecorded Version]
08. Scratch (feat. Ditzner & Kosho)
09. Dear Prudence (feat. Kosho & Bartmes) [Rerecorded Version]
10. Princess (feat. Ditzner & Bartmes)
11. Compared to What (feat. Ditzner & Kosho) [Rerecorded Version]
12. Do It Now (feat. Ditzner & Bartmes)
13. Sympathy for the Devil (feat. Ditzner & Kosho) [Rerecorded Version]

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